Französische Zwiebelsuppe nach Paul Bocuse

Schon seit längerem wollte ich gerne endlich mal wieder eine richtige Zwiebelsuppe kochen und einen kleinen Hauch Frankreich auf den Tisch zaubern. Bekanntlich war sie ursprünglich wegen der preiswerten, überall erhältlichen Zutaten eine Suppe, die schon seit dem 18. Jahrhundert in den Markthallen von Paris für Händler, Kunden und Touristen angeboten wurde.

Es gibt viele Rezepte und auch innerhalb Frankreichs unterscheidet sich die Zusammensetzung. Oft wird sie mit Baguettescheiben und Käse überbacken oder man nimmt neben dem Käse ganz einfach gewürfelte Croutons aus Weiß-, Grau-, oder Schwarzbrot. Eines ist aber auch sicher. Ein wirkliches Schnellgericht ist diese Suppe nicht, denn sie muss schon einige Zeit ganz leise vor sich hinköcheln, damit die Zwiebeln ihre Schärfe verlieren und ihr Aroma voll entfalten können.

Dem französischen Koch bleibt selbst überlassen, ob er für seine Zwiebelsuppe 1-2 Knoblauchzehen verwendet. Ich persönlich habe mich diesmal an das Originalrezept des Meisterkochs Paul Bocuse gehalten und darauf verzichtet. :-)

Wir benötigen für 4 Personen:

6 große Zwiebeln
100 g Butter
Salz
1-2 EL Mehl
1 Schuß Cognac oder Weinbrand
½ l Weißwein
1 ½ l Boullion
Pfeffer aus der Mühle
Geröstete Weißbrotscheiben
100 g geriebener Gruyere oder Emmentaler

So wird es gemacht:

Die Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Ich habe das mit dem Gemüsehobel gemacht. Butter in einen Topf geben, zerlaufen lassen und die Zwiebeln darin anschwitzen. Salzen und mit dem Mehl bestäuben. Mit Cognac (ich habe Weinbrand genommen) und Weißwein ablöschen. Mit der Boullion auffüllen.

Zugedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen und leicht pfeffern. Mit den Weißbrotscheiben belegen und mit dem Käse bestreut servieren.

Viel Vergnügen damit und guten Appetit!

Quelle: Bocuse á la carte – Französisch kochen mit dem Meister

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