Familientradition: Hausgemachte Sülze

Man findet Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln hierzulande auf fast jeder gutbürgerlichen Speisekarte und sie ist überaus beliebt. Mit Sülze, die man fertig kaufen oder zum Teil auch in Restaurants essen kann, habe ich normalerweise leider aber ein ziemliches Problem. Sie ist mir sehr oft viel zu säuerlich und natürlich ist das verwendete Fleisch meistens ganz undefinierbar.

Meine Mutter hat früher zu den hohen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern selbst Sülze gekocht. An ihrem Rezept orientiere ich mich und ich kann den Weinessig genauso einsetzen wie ich es gerne mag.

Ich habe jetzt zu Ostern wieder mal welche gemacht und diesmal auf klassische Art mit Schweinefleisch. Natürlich kann man aber z.B. auch Huhn und Gemüse nehmen. Im Unterschied zu meiner Mutter nehme ich ausschließlich Dicke Rippe, während sie auch ein Stück Eisbein mit in die Sülze gekocht hat. Die Würzung gelingt mir mittlerweile fast identisch und für mich liegt der glückliche Vorteil darin, dass ich den Weinessig genauso dosieren kann, wie ich es gerne mag.

Ein Tipp von mir dazu am Rande und schon jetzt vor meinem eigentlichen Rezept. Fleisch und Brühe kann man prima fertig kochen, abmessen und dann portionsweise einfrieren. Die Gelatine muss man erst nach dem Auftauen und erneutem Erhitzen zugeben, da sie den Kälteschlaf nicht verkraftet. Ich benutze am liebsten Blatt Gelatine und dabei ist eine Faustregel 6 Blätter für einen halben Liter Flüssigkeit mit Fleischwürfelchen für die schnittfeste Masse zu benutzen. Für diese Sülze kaufe ich grundsätzlich Fleisch mit Knochen, da auch dieses dem gelieren hilft und der für die Sülze sehr wichtige Sud viel aromatischer wird.

Hausgemachte Sülze mit Zwiebeln

Hausgemachte Sülze mit Zwiebeln

500 g Dicke Rippe Schweinefleisch mit Knochen
3 große Zwiebeln
1 Liter Wasser
1 großes Lorbeerblatt
1 Nelke
1 TL Pfefferkörner
Salz
Essig nach Geschmack
9 Blätter Gelatine

So wird es gemacht:

Das Fleisch mit den gewürfelten Zwiebeln, Wasser und Gewürzen zum Kochen aufsetzen und ca. eine Stunde leise vor sich hin köcheln lassen.

Nun das Fleisch aus dem Sud nehmen und abkühlen lassen. Vom Knochen ablösen und in ganz kleine Würfelchen schneiden. Gemeinsam mit dem Sud Abmessen und das Lorbeerblatt herausfischen. Nach dieser Menge richtet sich die benötigte Anzahl von Gelatine. Bei mir sind das in aller Regel 750 ml. Dafür benötige ich 9 Blätter eingeweichte Gelatine. Ich erhitze alles wieder im Kochtopf und rühre die ausgedrückte Gelatine unter. Vorsicht: Beim Einrühren der Gelatine darf die Sülze nicht kochen, da sie sonst nicht fest wird. Ganz zum Schluss schmecke ich die Sülze ab und gebe dabei den Weinessig hinzu.

Hausgemachte Sülze

Den Inhalt des Topfes fülle ich dann wieder in den Messbecher und von dort aus in Schüsselchen. Das empfinde ich auch beim Marmelade-, Sirup- und Chutneykochen als praktischer, weil nicht soviel daneben geht wie mit einer Schöpfkelle.

Hausgemachte Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln

Hausgemachte Sülze schmeckt natürlich nur mit Brot, aber auch gemeinsam mit Bratkartoffeln – einfach nur lecker! :-)
Monika

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2 Gedanken zu „Familientradition: Hausgemachte Sülze

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