Ploughman’s Salad – Salat für einen Farmer und ein Greeny

Wieder gestatte ich mir mit großem Vergnügen einen Ausflug in die britische Pub-Küche. Vor vielen Jahren habe ich so ein Ploughman’s Lunch = Käseteller mit Brot, Chutney und eingemachten Zwiebeln, in einem Pub in Oxford genossen. Ein Salat, der vielleicht förmlich erfunden wurde für einen schönen Sommertag, an dem es eigentlich auch viele andere schöne Dinge zu tun gibt gibt, als endlos in der Küche zu stehen. Gordon Ramsay hat ein typisches Rezept für diesen Ploughman’s Salad veröffentlicht und ich habe es in groben Zügen nachgekocht, bzw. nachgemacht.

In groben Zügen, weil ich ihn praktisch aus Vorräten zubereitet habe und dadurch z.B. in der Käseauswahl festgelegt war. Es hat dem Genuss keinen Abbruch getan und dieser Salat gehört ab sofort eindeutig in meine und unsere Kategorie Lieblingssalate.

Das besondere daran sind die marinierten Zwiebeln, die den Salat krönen. Ein schnelles Verfahren, den Zwiebelchen – ähnlich wie man das auch mit Gurken macht – eine besondere Konsistenz und Geschmack zu verleihen.

Ploughman's Salad

Ploughman’s Salad nach Gordon Ramsay

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Ipanema-Cocktail mit Erdbeeren

Schon seit einiger Zeit gehört dieser Cocktail zu meinen alkoholfreien Lieblingsgetränken. Gerade wenn die Erdbeeren reif sind, ist diese besondere Mixtur unglaublich lecker und schön erfrischend. Der Cocktail wurde nach einem Stadtteil und sehr berühmten Strand in Rio de Janeiro benannt.

Normalerweise macht man die alkoholfreie Version eines Caipirinha als Ipanema mit Limette und Ginger Ale oder Zitronenlimonade. Aber hier wird die Limette in eine spezielle Art Erdbeersauce eingebracht, die übrigens auch separat ganz köstlich zu Eiscreme schmeckt. Zusätzlich kommt Maracuja-Saft mit hinzu, damit das Ganze noch fruchtiger wird.

Ich benutze bewusst kein crushed Eis, damit der Cocktail nicht zu schnell verwässert. Die Zutaten sind normalerweise vorgekühlt und da dauert es schon eine Weile, bis das Eis gänzlich getaut ist. Zuerst habe ich drei Eiswürfel genommen, aber jetzt nehme ich gerne auch schon mal vier Stück. ;-)

Ipanema mit Erdbeeren

Ipanema-Cocktail mit Erdbeeren

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Argentinische Chimichurri Sauce

Es ist geschafft. Die Brasilien-Mission unserer Fußball-Nationalmannschaft wurde erfolgreich beendet. Am Sonntagabend mit dem Endspiel gegen Argentinien als spannendem Höhepunkt des Tuniers habe ich uns Hacksteaks mit Chimichurri Sauce zubereitet. Ein Klacks, im Gegensatz zu dem dramatischen Spiel. :-)

Ich hatte gemessen dem Anlass natürlich kaum Zeit ein ordentliches Foto von der fertigen Speise zu machen. Trotzdem füge ich zum Ende des Beitrages einen Schnappschuss mit dem Handy von meinem Teller ein und zeige hier gleich erstmal ein Foto vom köstlichen Rest, der sich im Kühlschrank übrigens ein paar Tage frischhält.

Bei der argentinischen Sauce habe ich mich an die Vorgabe von Chakall gehalten. Er muss wissen, wie sie sein muss, denn schließlich ist er gebürtiger Argentinier. Er verwendet erstaunlich wenige Zutaten, die trotzdem zu einem hocharomatischen Ganzen werden, die jederzeit eine bei uns übliche Kräuterbutter mehr als ersetzen.

Chakall hat diese Sauce seinerzeit auch bei Lanz kocht zu Steaks und Kürbisgemüse zubereitet. In der Rezept-Beschreibung wird leider nicht erwähnt, dass er zum getrockneten Oregano einen Schuss heißes Wasser gegeben hat. Sicherlich kommt dadurch das volle Aroma dann in kürzester Zeit noch besser zum Tragen. Ich habe es auch so gemacht und war mit dem Ergebnis voll zufrieden.

Chimichurri Sauce

Chimichurri nach Chakall

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Fischeintopf mit Kartoffeln und Thymian

Okay – das Viertelfinale gegen Frankreich ist Geschichte. Ein interessantes Spiel und wir freuen uns nun auf das Halbfinalspiel gegen Brasilien. Leider ohne den verletzten Neymar, den ich zu sehr gerne gegen unsere MMs Mats und Manuel gesehen hätte. Am Dienstag werde ich nicht da sein und brauche nicht kochen. Vielleicht steht aber dann trotzdem ein feiner Caipirinha auf dem Tisch des Hauses. ;-)

Sehr schöne Erinnerungen verbinden mich mit Frankreich, denn außer ein paar Kurzurlauben in Paris habe ich meine Hochzeitsreise über mehrere Wochen als Tour de France erlebt, mit Auto und Zelt, aber trotzdem auch sehr, sehr viel vom Land gesehen und erlebt.

Aus dieser Erinnerung her, habe ich z.B. Orangina Limonade gekauft, denn dort habe ich sie vor etlichen Jahren zum ersten male getrunken und den Weichkäse Saint Albray, den es zu der Zeit in Deutschland noch gar nicht zu kaufen gab, frisches Baguette und französische Aprikosen. Zum Essen haben wir Perrier getrunken und später eisgekühlten Cidre mit ein paar Pfirsichstückchen.

Wir haben damals gezeltet und sind nicht sehr oft essen gegangen, aber ich kann mich sehr gut an leckere Fischsuppen in Landgasthöfen erinnern, die von der Frische und puristischen Zutaten gelebt haben. Sehr lecker sind die immer gewesen und so etwas habe ich versucht nachzuempfinden, auch ohne mich beim Fisch- und Zutateneinkauf in allzu große Unkosten zu stürzen. ;-)

Fischeintopf mit Kartoffeln und Thymian

Fischeintopf mit Kartoffeln und Thymian

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Algerisches Gemüse-Couscous mit Hähnchenbrust-Streifen

Wie schon so oft bei Großveranstaltungen im Fußball habe ich auch diesmal zur WM in Brasilien wieder zu Ehren einzelner Gegner und des Gastgebers gekocht.

Durch die Zeitverschiebung war das manchmal nicht ganz einfach, denn nach den 18 Uhr Spielen musste ich mich beeilen, weil ich auch hungrig geworden und trotzdem nichts vom Spiel verpassen wollte. Um 22 Uhr ging es ja schon meistens weiter und dann sollte auch alles gegessen sein, damit man sich satt und zufrieden am nächsten Fußballspiel erfreuen konnte.

Beim Achtelfinale gegen Algerien habe ich alles so gut vorbereitet, wie es irgendwie ging. Das mache ich eigentlich immer wenn Gäste kommen oder pünktlich zu einer bestimmten Uhrzeit gegessen werden sollte. Bei dem von mir ausgewählten Gericht ging das ganz ausgezeichnet. Ich habe mich eingelesen, welche Gewürze und Gemüsesorten in Algerien gerne zum Kochen genommen werden. Eine große Hilfe dabei war das wohl dickste Kochbuch, welches ich besitze: 1000 recipes to try before you die. So sehr unterscheidet sich die algerische Küche nicht von derer anderer nordafrikanischer Staaten und das machte es mir verhältnismäßig leicht, denn die Gewürze und Grundzutaten habe ich ständig im Hause.

Herausgekommen ist ein Gemüse-Couscous zu dem jeder, der es gerne mochte, gebratene Hähnchenbrust-Stücke essen konnte. Da das so lecker gewesen ist, werde ich es garantiert wieder kochen und kommt in mein Repertoire. Sicherlich werde ich dann auch nochmal an das so bravurös und leidenschaftlich kämpfende Team aus Algerien denken, dem ich durchaus einen Sieg gegönnt hätte…wenn es nicht gerade um die Weltmeisterschaft geht. :-)

Algerisches Gemüse-Couscous mit Hähnchenbrust-Streifen

Algerisches Gemüse-Couscous mit Hähnchenbrust-Streifen

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