Familientradition: Hausgemachte Sülze

Man findet Sülze mit Remoulade und Bratkartoffeln hierzulande auf fast jeder gutbürgerlichen Speisekarte und sie ist überaus beliebt. Mit Sülze, die man fertig kaufen oder zum Teil auch in Restaurants essen kann, habe ich normalerweise leider aber ein ziemliches Problem. Sie ist mir sehr oft viel zu säuerlich und natürlich ist das verwendete Fleisch meistens ganz undefinierbar.

Meine Mutter hat früher zu den hohen Feiertagen wie Weihnachten und Ostern selbst Sülze gekocht. An ihrem Rezept orientiere ich mich und ich kann den Weinessig genauso einsetzen wie ich es gerne mag.

Ich habe jetzt zu Ostern wieder mal welche gemacht und diesmal auf klassische Art mit Schweinefleisch. Natürlich kann man aber z.B. auch Huhn und Gemüse nehmen. Im Unterschied zu meiner Mutter nehme ich ausschließlich Dicke Rippe, während sie auch ein Stück Eisbein mit in die Sülze gekocht hat. Die Würzung gelingt mir mittlerweile fast identisch und für mich liegt der glückliche Vorteil darin, dass ich den Weinessig genauso dosieren kann, wie ich es gerne mag.

Ein Tipp von mir dazu am Rande und schon jetzt vor meinem eigentlichen Rezept. Fleisch und Brühe kann man prima fertig kochen, abmessen und dann portionsweise einfrieren. Die Gelatine muss man erst nach dem Auftauen und erneutem Erhitzen zugeben, da sie den Kälteschlaf nicht verkraftet. Ich benutze am liebsten Blatt Gelatine und dabei ist eine Faustregel 6 Blätter für einen halben Liter Flüssigkeit mit Fleischwürfelchen für die schnittfeste Masse zu benutzen. Für diese Sülze kaufe ich grundsätzlich Fleisch mit Knochen, da auch dieses dem gelieren hilft und der für die Sülze sehr wichtige Sud viel aromatischer wird.

Hausgemachte Sülze mit Zwiebeln

Hausgemachte Sülze mit Zwiebeln

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