Westfälisches Soulfood – Frikadellen nach Art des Hauses

Aus meiner Jugend kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, dass es im Kohlenpott in jeder Kneipe, die etwas auf sich hielt – leckere, selbstgemachte Frikadellen (Bouletten, Fleischpflanzerl) mit Senf gab. Mettendchen mit Brot konnte man auch haben. Und natürlich Dortmunder Salzkuchen mit Mett. In vielen Metzgereien der Region findet man diese Frikadellen immer noch, weil sie neben Brötchen mit Fleischwurst und Senf oder mit Fleischsalat ein allseits beliebtes, deftiges Frühstück oder Snack für eine Zwischenmahlzeit ist.

Bei diesen Frikadellen ist es die große Kunst sie so zuzubereiten, dass sie auch kalt würzig schmecken und nicht zu kleinen Steinen werden, mit denen man Fensterscheiben einwerfen könnte. Sie müssen weich bleiben. Wünschenswert ist eine Konsistenz, dass man sie auch scheibliert auf ein Butterbrot legen kann.

Meine Mutter nahm immer eingeweichte, altbackene Brötchen zur Lockerung des Fleischteiges, aber ich nehme neuerdings Toast- oder Weißbrot, weil ich das meistens im Haus habe. Falls bei mir mal Brötchen übrig bleiben, nehme ich sie lieber für frische Semmelknödel.

Außen knusprig und innen locker, saftig – so sollten richtige Frikadellen sein! :-)

Weiterlesen