Ist Löwenzahn Kraut oder Unkraut?

Für manchen Hobbygärtner ist er sicherlich eher Unkraut, aber wenn ich durch meinen Garten gehe, dann genieße ich den Anblick der großen dottergelben Blüten sehr. Gerne verarbeite ich Löwenzahn auch in der Küche. Viele Bestandteile der Pflanzen lassen sich sehr gut verwerten. www.heilkräuter.de hat einiges wissenswertes über diese Pflanze zusammengestellt.

Mein Rezept für Honig vom Löwenzahn, der ganz ohne Bienen auskommt, stammt aus Italien.

Löwenzahnhonig – Miele di Tarassaco

Wir benötigen:

350 g Löwenzahnblüten
500 ml Wasser für den Ansatz
3 Zitronen, in Scheiben
1,5 kg Zucker
1 Liter Wasser

So wird es gemacht:

Die gesäuberten Löwenzahnblüten mit den in Scheiben geschnittenen Zitronen in 500 ml Wasser zum Kochen bringen und ca. eine Stunde ganz sanft köcheln lassen. In ein Sieb geben, ablaufen lassen und gut ausdrücken.

Zucker im restlichen Liter Wasser aufkochen lassen und den abtropften Sud hinzugeben. In einem breiten Topf bis zur gewünschten Konsistenz bei ganz kleiner Hitze einkochen lassen und reduzieren. Das dauert ca. 2 bis 2,5 Stunden. Trotzdem immer mal wieder kontrollieren, denn es ist mir auch schon passiert, dass ich später ein riesengroßes Löwenzahnbonbon hatte. Zur Kontrolle eine sogenannte Gelier-Probe auf einer Untertasse machen. Das bedeutet ein paar Tropfen der Masse darauf geben, ein wenig anheben und schauen welche Konsistenz der Löwenzahn-Honig nun tatsächlich hat. Abschließend in sterilisierte Gläschen füllen und gut verschließen.

Diesen Honig kann man genauso benutzen, wie normalen Honig auch. Er schmeckt wunderbar auch zu Joghurt oder Quark. Ich benutze ihn auch für Salatsaucen und Grillmarinaden.

Anmerkung: An diesem Grundrezept habe ich dieses Jahr auch mal ein wenig herum experimentiert und im Ansatz neben den Zitronen auch 3 Kardamomkapseln, ein Stück Zimtstange, eine Nelke, ein Stückchen Ingwer und eine Vanillestange mitkochen lassen. Dieser Würzhonig ist ebenfalls sehr lecker und eignet sich bestens zu Joghurt mit Nüssen und diesem Honig…ganz ohne Bienchen.

Quelle: Velise Bonfante – Lombardia

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6 Gedanken zu „Ist Löwenzahn Kraut oder Unkraut?

  1. Pingback: Löwenzahn in meinem Garten | Schatzkätzchen

  2. Liebe Monika

    Verschwommen mag ich mich erinnern, in der Grundschule einmal selbst Löwenzahnhonig fabriziert zu haben. Ich weiss noch, dass ich den geschmacklich unheimlich lecker fand und sehr traurig war, dass er viel zu flüssig geraten war und immer vom Brot geflossen ist ;-)
    Wahrscheinlich lag es daran, dass wir Schüler keine 2.5 Geduld Stunden zum Einkochen hatten *lach*
    Dank deiner Anleitung möchte ich es direkt noch einmal versuchen, denn ich mag jede Art von Honig sehr gerne (Kastanienhonig, Akazienhonig, Lavendelhonig etc.) und auch ich verwende Honig oft nicht nur ins Brot sondern auch für pikante Gerichte, Salatsaucen, Carpaccios, Marinaden, warme Milchgetränke oder Desserts aller Art.

    Liebe Grüsse
    Evi

    • Der Geschmack ist wirklich ein Traum, liebe Evi!

      Haha…wie gesagt braucht es schon ein wenig Geduld und ist gut an einem Abend oder Wochenende zu machen. Eigentlich kocht sich der Honig ja auch ganz nebenher und macht dabei keine Arbeit. Auch wenn man ab und an testen muss. Ich nehme immer den größten Topf vom Durchmesser, den ich habe und denke, dass es auch in einer entsprechend großen Pfanne gut gehen würde.

      Ja, da muss ich dir unbedingt Recht geben. Honig und natürlich nicht nur diesen, mag ich z.B. neben den von dir aufgezählten Sachen auch zu Pfannkuchen, über Porridge oder eben Joghurt und Quark.

      Viel Spaß beim Ausprobieren! Alles Liebe – Monika

    • Hi Sue, meine Namensvetterin hat eindeutig Recht – Löwenzahn ist sehr gesund, z.B. für die Leber. Man kann praktisch die ganze Pflanze verwenden. Wenn die Blätter ganz frisch und zart sind, haben sie ein ganz klein wenig Ähnlichkeit mit Rucola. Später sind sie ziemlich bitter. Für den Honig braucht man allerdings nur die gelben Blütenblätter.

      Also ruhig mal ganz unbesorgt probieren…

      • Meine Leber ist eh im Eimer! Die Frage ist jetzt nur noch wie hoch der Eisengehalt ist. Wenn der annähernd so is wie bei Brennesseln, darf ich das nicht! :-(

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